letztes Update: 30.06.2016

 


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Remote Viewing News
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Wie entstand eigentlich "ARV"?

Samstag Nachmittag, ein paar Remote Viewer sitzen zusammen, trinken Kaffee oder Tee. Gute Laune wird neben dem Selbstgebackenen herumgereicht.
„Hey, hat jemand Lust auf eine Sportwette?“
Minuten später gibt es drei Teams. Die Monitore beraten sich.
„Was nehmen wir denn diesmal für Verknüpfungen?“
„Hier, ich hab eine schöne Aufnahme von dem neuen Airbus. Den können wir für Mannschaft A nehmen, wenn sie gewinnen!“
„Und hier, die beiden Elefanten in der Steppe, das sind die anderen, wenn sie gewinnen! Und dann nehmen wir für das Unentschieden dieses komische Bauwerk hier, das steht in Sidney!“
Gesagt, getan. Jetzt kann das Viewen losgehen. Für Remote Viewer ein selbstverständlicher Vorgang. Sie nennen es ARV von „Assoziatives Remote Viewing“. Dabei werden bestimmten Ergebnissen oder auch Ereignissen, von denen man nur wissen möchte, ob sie eintreffen, Bilder zugeordnet, die dann diese Ergebnisse repräsentieren. Man viewt also nicht das Ergebnis, sondern die Verknüpfung, sozusagen das Symbol dafür. Der Vorteil liegt darin begründet, dass zum einen die Session recht einfach gehalten werden kann, zum anderen auch alle viewen können, die wissen, dass es um eine Sportwette oder eine andere Resultatfindung geht. Sie sollten nur die Verknüpfungen nicht kennen. ARV eben.

Niemand macht sich (jedenfalls niemand von den Remote Viewern) noch Gedanken darüber, was für ein erstaunlicher Umstand sich hierin verbirgt. Nicht nur, dass man ein Ereignis voraussehen kann, auch der Vorgang, dass sich jemand ein Bild als Symbol für dieses Ereignis gedacht hat. Nur gedacht, denn mehr sind diese „Verknüpfungen“ nicht. Aber es funktioniert! Der Viewer beschreibt in der Session eines oder mehrere Bilder, die mit dem Target an sich nichts zu tun haben.

Wie aber kam „man“ auf eine derart verrückte Technik?

 

Die Antwort liegt in der Frühzeit der Entwicklung von Remote Viewing und geht auf einen Mann namens Stephen Schwartz zurück. Schwartz hatte Anfang der 1970er Jahre selbst einige Untersuchungen zu PSI-Techniken gestartet und wollte ebenfalls herausfinden, ob es Bedingungen gibt, unter denen PSI nicht funktioniert. Zu diesem Zeitpunkt hatte man sowohl in USA wie auch in der Sowjetunion alle elektromagnetischen Wellen als Trägerfrequenzen für „Remote Viewing“ durch viele Versuche ausschließen können, lediglich die Ultralangen Wellen (ELF) von wenigen Amplituden pro Sekunde waren übriggeblieben. Tests in dieser Richtung gestalteten sich schwierig, weil ELF-Wellen schon rein physikalisch alles durchdringen. Nur die Entfernung und massive Materie schwächen sie ab. Nach einigen Entfernungstests, in denen die Viewer trotz der großen Distanz und der Tiefe eines Targets (unterirdische Anlagen) erfolgreich waren, blieb nur ein letzter Test: eine Übermittlung aus vielen hundert Metern unter der Meeresoberfläche.

Zufällig(!) bekam Schwartz wegen seiner früheren Tätigkeit für die Navy die Gelegenheit angeboten, zu diesen Tests ein besonderes Tieftauchboot, die „Taurus“, benutzen zu können. Wenig später kam er in Kontakt mit der Forschungsgruppe um Russel und Targ am SRI und lernte die damals dort mitarbeitenden „Medien“ Hella Hammid und Ingo Swann kennen. Er entschloss sich, nach Methodik und mit Personal des SRI den Test mit dem Tiefsee-Forschungs-U-Boot durchzuführen. Sechs Targets wurden in verschiedenen Umschlägen versiegelt und die Viewer tauchten über 500 Meter tief. Sowohl Ingo Swann als auch Hella Hammid hatten überzeugende Ergebnisse in der Beschreibung der zufällig ausgewählten Targets. Als echter Soldat kam Schwartz auf die Idee, die Auswahl eines Targets mit einer Botschaft zu verknüpfen. So könnte man dem U-Boot ohne Funkverkehr den nächsten Auftrag mitteilen. Da in dem Test sechs verschiedene Targets bereitgestellt worden waren, konnte er also auf einen Katalog von sechs verschiedenen Anordnungen zurückgreifen, wie zum Beispiel: „Auftauchen und Funkkontakt aufnehmen“ oder „Tauchfahrt fortsetzen und unter dem Nordpoleis verstecken“.

Der Test lief erfolgreich ab und ARV war geboren.

Mehr interessante Details zur Geschichte der RV-Forschung finden Sie in dem wahrscheinlich besten Buch darüber: „Reading the enemy’s mind“ von Paul H. Smith