Die Grauen in Louisas Landschaft

  Hier kommt das zwölfte Kapitel des Remote Viewing-Romans! 
 Was bisher geschah, können Sie im Archiv nachlesen.
Jetzt strebt es dem Höhepunkt zu.

wie üblich wollen wir nichts vorher verraten.

 

12. Kapitel: Aus der Wüste

 Aus der Ferne kam etwas heran. Es bewegte sich unregelmäßig, unrund, stolpernd. Stolpernd! Das war genau das Wort, wonach sie gesucht hatte. Bald konnte sie sehen, dass es eine menschliche Gestalt war, die auf sie zu humpelte. Die Nebel verwehten und sie erkannte ihn. Es war Robert.

Weiterlesen: Die Grauen in Louisas Landschaft Kapitel 12

Kleines Lexikon der RV-Szenesprache

Remote Viewer haben, genau wie andere gesellschaftliche Gruppierungen, ebenfalls einen eigenen Slang entwickelt. Besonders Neulinge stehen dem oft mit Unverständnis entgegen. Hier einige Begriffe zum besseren Verständnis von Small-Talks, RV-Chats und Diskussionen erfahrener Viewer. (Die Redaktion nimmt gern ihr noch unbekannte Ausdrücke mit Erklärung an.)

AI haben (mit Adjektiven davor)
AI = Ästhetische Impression, emotionaler Kommentar. Bezeichnung für das Eintreten eines stark emotionalisierten Zustands, nicht nur in der Session sondern auch im täglichen Leben.
Wird gern mit den Worten „krass“, „voll krass“, „fett“, „furchtbar“, „Schrecklich“ oder sonst einem krassen oder fetten Adjektiv verbunden.
„Als die mir alle gratuliert haben, hatte ich voll krasses AI!“ ( „… war ich zu Tränen gerührt!“)
„Wie du Auto fährst, macht mir ein furchtbares AI!“
„Nach dem AI konnte ich eine Weile nix mehr sagen!“

AUL-Reiter (auch: ein AUL reiten)
Personen, die sehr häufig in der RV-Session Phantasieeindrücke haben und ihnen auch nachgeben, d.h. sie oft unerkannt durch alle Stufen hindurchschleppen. (US-Fetischisten sagen natürlich AOL, gesprochen äi-o-l, um ihre Verbundenheit mit den amerikanischen Viewern zu demonstrieren) „Ein AUL reiten“ bedeutet somit, sich nicht von seinen Phantasieeindrücken lösen zu können. Aussprüche wie dieser wurden in die Umgangssprache übernommen: „Mein Freund ist gar nicht fremd gegangen, hab ich voll ein AUL (AOL) geritten!“

Durchziehen
In Jugendsprachen bedeutet dieses Wort meist „einen Joint rauchen“. In RV-Kreisen bezeichnet man damit eine besonders gute Fähigkeit zum Monitoring, aber auch passiv zum Viewen können.
“Keine Angst, ich zieh dich durch!“
"Der hat keine Ahnung, kannst ihn aber bis zur 6 durchziehen!“

Eso-Session
Bearbeitung eines Virtuellen oder Mystery-Targets, das wegen AULs oder persönlicher spiritueller Gestimmtheit eine Richtung annimmt, die mit neutraler Betrachtung nicht mehr nachvollzogen werden kann.

Fettes PI haben
Zustand, in dem man unmöglich sofort eine Session machen kann. PI kommt von „persönliche Impression“, (engl. Personal indisposition = Missbefindlichkeit) und wird am Anfang der Session abgefragt. Zu viel gegessen  oder auch Durchfall haben können zu dem Spruch führen: “Vergiss die Session, ich habe voll fettes PI!“

Frauentargets
Vergleichbar mit -->Männertargets, Zielgebiete, in denen männliche Sexualität eine bedeutende Rolle spielt. Auch hier ist Vorsicht geboten. Je nach Temperamentverteilung besonders im gemischten Team kann es zu erheblichen Verletzungen führen.

Weiterlesen: Kleines Lexikon der RV-Szenesprache

Remote Viewer-Witze

Natürlich haben auch Remote Viewer ihre speziellen Witze. Leider vergisst man sie immer wieder. Hier eine kleine Auswahl. Weitere werden gern genommen!

 

Der älteste Remote Viewer-Witz (ca. 1996):

Ruft ein Viewer seine Freundin an.
„Du, kann ich dich mal viewen, so zum üben?“
„Ja, Moment, ich zieh mir aber erst was an!“

Der zweitälteste:

„Ich hatte letztens als Target afrikanische Tänzerinnen, du weißt schon, die sind sehr leicht bekleidet!“
„Ja und?“
„Ja, nix und. Ging eben ums Tanzen. Ganze Stufe 6: nur Tanzen! Mir ist jetzt noch schwindelig!“

Auch ganz alt:

„Mein letztes Target war ein weißes Stück Papier!“
„Und?“
„Ja, weiß ich nicht, bin noch nicht fertig!“

Einer aus 2010:

Ein Beamter, ein alter Lehrer und ein Remote Viewer sitzen zusammen im Café.
Sagt der Beamte: „Ah, ich war wieder auf den Maledieven!“
Sagt der ältere Lehrer: „Und ich war endlich mal in San Francisco in der High-Street!“
Sagt der Remote Viewer: „War letztens auf Gliese 581e. Geh ich morgen wieder hin!“

 

Allein in der Provinz

Früher, also in den schon fast völlig vergessenen Zeiten vor DSL, also eigentlich gar nicht lange her, da gab es so etwas wie eine "Provinz". Dieser Landstrich war immer dort, wo man ziemlich weit von etwas Interessantem entfernt war. Meist war es eine Großstadt, machmal eine Konzerthalle, gelegentlich auch nur ein Einkaufszentrum.
Für Remote Viewer war es der Wohnort des nächsten Auch-Viewers. Denn wenn man mit jemandem zusammenarbeiten wollte, dann hieß es, ein physikalisches Treffen arangieren. Hundert Kilometer sind auch für den Sonntagskaffee eine unliebsame Entfernung, und je größer die Entfernung, desto seltener sah man sich. Natürlich wurde auch probiert. übers Telefon und eine Session zu monitoren, aber das war ziemlich beschränkt für ein wirksamers Monitoring. Man sah nämlich nichts. Und dann kam DSL und Skype.
Mittlerweile kann man sagen, dass nur noch sehr wenige in DSL-freier Provinz sitzen und die Kontakte mittels skype weiten sich explosionsartig aus. Das Schöne an Skype ist, man kann es sich herunterladen und hat dann einen Chat und ein Bild-Telefon, wenn auch der andere Partner bei Skype ist.
Natürlich besteht die Gefahr, dass alle Daten dem Große Bruder bekannt werden, der heute bekanntlich in Amerika sitzt und mit Fleiß alle Daten der Welt sammelt. Aber dass jemals diese Daten herausgefiltert werden und gegen einen Skype-Benutzer verwendet werden, davon ist eher nicht auszugehen. Oder sind Sie internationaler Terrorist?
Dann sollten Sie das mit der Kommunikation sowieso anders machen. Ansonsten ist Skype eine schöne Bereicherung für alle, deren Thematische freunde weit über Deutschland verstreut sind. Keiner ist mehr in der Provinz.