Neues aus der Szenesprache

Es gibt Nachträge zur Umgangssprache von Remoteviewern. Vielen Dank! Weitere Vorschläge werden gern angenommen. Den Hauptartikel finden Sie auf Seite 7.

Bildchenviewen
Beschreibung eines „Postkartentargets“, also eines Targets, das lediglich als Abbildung vorhanden ist und nur im Rahmen des Anspruchs verwendet wird, dieses Bild optimal zu beschreiben. Hauptsächlicher Einsatzbereich ist das Einführungstraining mit den Stufen 1-3 wg. des hierfür möglichen Feedbacks. Im Laufe der Zeit ist der Begriff aber zur abfälligen Beurteilung einer Vorgehensweise oder eines Viewers verkommen, auch deshalb, weil manche RVer die perfekte Beschreibung eines Targets in der Stufe 3 mit genauer Zeichnung als Selbstzweck proklamieren:
„Das ist ja nur Bildchenviewen!“ oder:
„Das ist ja nicht besser als Bildchenviewen!
„Der ist ja nur ein Bildchenviewer!“
„Also für reines Bildchenviewn wär mir meine Zeit zu schade!“
"Ob du zu dem Konzert gehst oder Bildchenviewen machst, kommt aufs Selbe raus!"

Fundi
Auch aus dem politischen Bereich entlehnte Bezeichnungen haben inzwischen in angepasster Form Einzug in die RV-Szenesprache gehalten. Als F. bezeichnet man einen Remote Viewer, der nicht nur die genaue Einhaltung eines klassischen Protokolls vertritt und eifrig auf Belehrung anderer bedacht ist, sondern auch und gerade Leute, die Remote Viewing als Selbstzweck einsetzen, beispielsweise um immer bessere Trefferergebnisse bis maximal zur Stufe 4 zu erzielen, wo für einen historisch bewussten Viewer die Anzahl der Stufen sowieso aufhört, weil Ingo Swann, der Vater des RV, keine weitere entwickelt hat. Ein ganz besonderes Sakrileg ist für Fundis der Einsatz von RV in Gewinnspielen, Börsenvoraussagen und für andere eigennützige Zwecke. Das Gegenstück des Fundis ist der --> Realo.

 

Hineinfühlen
Ursprünglich als Beschreibung und Aufforderung der rechtshemisphärischen Wahrnehmung in Stufe 1 im Unterschied zu der linkshemisphärischen Kurvenbeschreibung verwendet („Fühl mal rein, was kann man im Target wahrnehmen!“). Im Laufe der Zeit schlich sich der Begriff in den Alltag ein und wird nun in vielfachen Situationen bedenkenlos verwendet.
„Als ich heute morgen in den Tag reingefühlt hab, wurde mir schlecht!“
„Was meinst du, wie das wird?“ – „Fühl doch mal rein!“
„Och nee, ich hab da reingefühlt, das ist nichts für mich!“
„Brauchst du gar nicht reinfühlen, kannst du vergessen!“

Kästchenkram
Umgangssprachlich für „relationale Diagramme“, eine Technik der Strufe 6, mithilfe der man zusammengehörende Informationsblöcke miteinander verknüpft. Im übertragenen Sinne wird der Begriff gern als Synonym für kleinkariert oder übermäßig strukturiert verwendet.
„In der 6 haben wir meist Kästchenkram gemacht!“
„Hör mal, das ist doch alles Kästchenkram!“

Nachschauen, nachsehen
Umstand des Viewens eines bestimmten Sachverhalts.
„Kannst du ja nachschauen, wenn es dich interessiert!“
„Kann ich nichts zu sagen, habe ich nicht nachgeschaut!“

No-Go-Liste
Zielgebiete, die man auf keinen Fall in einer Session aufsuchen möchte. Jeder Viewer hat bestimmte Begriffe, Orte und Gegebenheiten, auf die er/sie erklärtermaßen nicht geschickt werden möchte, und die z.B. Kapitalverbrechen, Entführungen und mystische Targets sowie UFOs enthalten. Solche Listen werden vorab besprochen oder als bekannt vorausgesetzt. Da es meist die gleichen Begriffe sind, spricht man von einer allgemeinen No-Go-Liste, die in jedem Fall, außer sie wird ausdrücklich außer Kraft gesetzt, beachtet werden muss. Natürlich hat der Ausdruck auch Eingang in die Umgangssprache gehalten.

„Der kommt auf meine No-Go-Liste!“
„Das Konzert war voll auf No-Go-Liste!“

Realo
Bezeichnung von Viewern, die das Protokoll für jede Art von Informationsermittlung einsetzen, besonders im Auftragsdienst oder zum eigenen Vorteil (Sportwetten, Börse, persönliche Voraussagen wie Aufgabenstellungen in Klausuren oder Chancen im weiteren Leben.) Ein R. liebt im Allgemeinen RV-Projekte, in denen etwas „Nützliches oder Brauchbares für das reale Leben“ herauskommt. Das Gegenstück zum Realo ist der à Fundi.

Viewen
Bezeichnet den Prozess der Abarbeitung des RV-Protokolls und der Tätigkeit beim RV an sich. Hat in die Umgangssprache der RVer in breiter Anwendung und in unterschiedlichen Situationen Einzug gehalten.
„Kann das mal jemand viewen?“
„Ich hatte keine Lust, das zu viewen!“
„Kaffee oder Tee?“ – „View doch mal!“