Rezensionen

Guido Schmidt: Schatzsucher der Matrix

Schiffe, Schmuck und Straftäter - graben oder tauchen?

Es ist schon etwas her, dass dieses Buch veröffentlicht wurde, aber wenn man so die RV-Szene besieht, hat es noch nichts an Aktualität verloren. Anders als bei Sportwetten oder Aktienkursen ist eigentlich jeder einmal von dem Problem betroffen, etwas verloren zu haben. Es muss ja nicht die unersetzliche Diamantbrosche, das Familienerbstück sein. Viele Dinge, die für den Lebensablauf enorm wichtig sind, Schlüssel, Autopapiere oder auch nur die Brille gehen jeden Tag einmal kurz "verloren". Wenn es länger dauert, sie wiederzufinden, wird es ernst. Was soll ich tun? Guido Schmidt zeigt auf, dass RV durchaus für den Alltag tauglich ist. Schätze kann man immernoch suchen, wenn überhaupt etwas Wahres dran ist. Aber auch das ist mit RV zu klären. Kritisch wurde es für ihn nur in der Zusammenarbeit mit der Polizei. Abgesehen davon, dass hier überwiegend eine große Skepsis gegenüber der Methode herrscht, der Autor kommt zu der Einsicht, dass es vergebliche Liebesmühe ist, weil die beschafften Indizien sowieso vor Gericht nicht verwendet werden können.
Obwohl der Autor ein wenig Anlauf braucht, um thematisch in Fahrt zu kommen, man findet einige wichtige Erhellungen für die Anwendung von RV im Alltag.
PdN

Schatzsucher der Matrix, 190 S., gebunden, ISBN 978-3-933305-19-0, € 17,80