Kolumne

RV ist jetzt Volksgut

„Remote Viewing ist, wenn man sagen kann, was für ein Bild in einem geschlossenen Umschlag steckt! Ist ganz einfach, kann jeder!“
Endlich ist Remote Viewing in weiten Kreisen der Bevölkerung angekommen. Es hat auch lange genug gedauert von dem Zeitpunkt an, als die Methode öffentlich wurde bis jetzt, wo jeder, der in der medialen Szene etwas auf sich hält, selbstverständlich auch Remote Viewing anbietet. Und es jeder Internetbenutzer durch  Ansehen von ein paar Videos lernen kann.
Wenn man allerdings nachfragt, wie man Remote Viewing praktiziert, gehen die Meinungen auseinander. „Man setzt sich hin und schreibt einfach alles auf, was einem durch den Kopf geht!“ ist der eine Pol der möglichen Ansichten. Andere behaupten, man müsse sich in einem abgedunkelten Zimmer bequem hinlegen und den Geist ungebändigt reisen lassen.
Tatsächlich, das ist ganz einfach. Warum machen sich dann manche dieser „Remote Viewer“ so wichtig?
Abgesehen davon, dass für viele Leute alles, was über fünf Minuten Konzentration erfordert, schon unzumutbare Arbeit darstellt, ist schon die Aussicht, man müsse tatsächlich längere Zeit etwas lernen, kein diskutabler Aspekt. Kann man in wenigen Zeilen erklären, welche neuen Universen sich auftun, hat man sich intensiver mit der Anwendung befasst? Dass es von persönlicher Lebens-, Erfolgs- und Gesundheitsberatung über neue Entwicklungen in allen Wissenschaften bis hin zur Erkundung ferner Sterne einen dicken Katalog von Themen gibt, der ein tiefgreifendes methodisches Wissen und eine Menge an Forschung verlangt?
Ein Bildchen beschreiben, das ist Stufe eins bis drei, wenn überhaupt.
Diesem Remote Viewing-Ablauf kann man aber ohne Mühe mindestens drei weitere Stufen hinzufügen. Und da wird es eigentlich erst interessant. Das muss jetzt auch noch „im Volk“ ankommen. Ob das klappt? Für viele ist ja Autofahren auch nur das Brötchenholen im Sitzen.